„Welche Zertifizierungen braucht unser Lieferant?" ist eine der häufigsten B2B-Beschaffungsfragen. Die Antwort lautet nicht „so viele wie möglich" — sondern „die richtigen für die richtigen Kunden".
Gemeinsame Basis: ISO 9001
Alle drei Branchenzertifizierungen bauen auf ISO 9001 auf. Erst 9001, dann branchenspezifische Schichten.
IATF 16949 — Automobil
Ersetzte 2016 TS 16949. Erforderlich bei Toyota, Ford, VW, GM Tier-1/2-Lieferanten. Ergänzt: Prozessansatz, FMEA, Lenkungspläne, SPC, PPAP (Produktteil-Freigabe), Chargenrückverfolgbarkeit. 12-18 Monate Dauer.
AS9100 — Luftfahrt
Von SAE/IAQG. Standard für Boeing, Airbus, Lockheed-Lieferketten. Ergänzt: Produktsicherheit, FOD-Kontrolle, Schlüsselmerkmale, AS9102-Erstmusterprüfung, Schutz vor gefälschten Teilen. 12-24 Monate — die strengste der drei.
ISO 13485 — Medizinprodukte
Erforderlich für Stryker-, Medtronic-, J&J-Lieferketten und EU-MDR-Marktzugang. Ergänzt: ISO-14971-Risikomanagement, Sterile/Reinraumumgebungen, UDI-Rückverfolgbarkeit, Vorfallverfolgung. 9-15 Monate.
Welche Zertifizierung lohnt sich?
Entscheidungstreiber: Kundenmix, nicht Technologie. Nicht in IATF investieren ohne Automobil-OEM-Kunden — laufende Kosten summieren sich. Drei typische Strategien:
- Kundenkonzentration in einer Branche → passende Zertifizierung
- Gemischter Kundenstamm → ISO 9001 + Abdeckung über Kundenlieferketten (am häufigsten für mittelständische Werkstätten)
- Nur Aftermarket → geringer Zertifizierungsdruck
Weiyons Positionierung
ISO-9001-zertifiziert. Wir unterstützen Automotive-Tier-2/3, AS9100-Tier-1-OEM-Partner, ISO-13485-Medizinkunden und API/NORSOK-Öl-&-Gas-Lieferketten durch integrierte Werkstoffrückverfolgbarkeit, FAI-Berichte und vollständige Chargendokumentation — das Substantielle hinter den Zertifizierungen.


